Migräne - der Kopfschmerz quält

Mittel, Medikamente und Therapien - Hilfe gegen Migräne

Migräne - die Meinung, dass es sich um profane Kopfschmerzen handle, ist weit verbreitet. Was sich auch darin wiederspiegelt, dass der Ausspruch "ich habe heute Migräne" weder besonders ernst genommen noch dabei Unterstützung angeboten und besonders gerne verwendet wird, wenn man einfach sein Unbehagen ausdrücken will. Medizinisch gesehen kann man sie als neurologische Krankheit, also eine Erkrankung des Nervensystems bezeichnen. Die Seite soll über Ursachen und Auslöser, Symptome und Mittel gegen Migräne und Arten der Migräne-Behandlung aufklären und Hilfestellung für die Betroffenen bieten.

Die Symptome, die sich bei einem Anfall zeigen, sind unterschiedlich und individuell verschieden. Der Kopfschmerz als schwerwiegendster und quälendster Faktor ist dabei immer mittel bis stark ausgeprägt. Daneben beklagen Betroffene meist übermäßige Emfindlichkeit gegenüber Helligkeit und Lautstärke. Außerdem sind Übelkeit und Schwindelgefühl häufige Begleiter einer Migräneattacke, seltener sind Wahrnehmungsstörungen im Bereich der Augen, die sich in Form von Verzerrung oder Lichtflimmern äußern. Bei einigen Patienten treten neben der Beeinträchtigung des Sehens auch Störungen der Sensibilität an Händen oder Füßen auf, vereinzelt auch Einschränkungen des Bewegungsapparates oder des Sprachvermögens.



Der typische Verlauf eines Migräne-Anfalls

Üblicherweise folgt der Verlauf eines Anfalls einem regelmäßigen Muster. Ein Migräneanfall teilt sich in vier aufeinander folgende Phasen, in denen sich unterschiedliche Symptome bemerkbar machen. Die erste, eine sogenannte Vorphase, kündigt sich durch eine Änderung der Gemütslage an. Begleitend treten in der Prodromal Phase Müdigkeit mit häufigem Gähnen, Hungerattacken, oder Photo- bzw. Phonosensibilität auf. Die Dauer dieser Vorphase liegt zwischen wenigen Stunden bis hin zu einigen Tagen. In diesem Stadium können bestimmte Verhaltensweisen wie Ruhe und Entspannung dabei helfen, die Bildung des Gesamtanfalls hinauszuzögern und abzumildern. Ca. 10 - 15 Prozent der Migränepatienten beklagen eine als Aura bezeichnete, über einige Minuten bis Stunden auftretende visuelle Beeinträchtigung, die auf die erste Phase folgt. Die symptomatische Kopfschmerz-Phase ist der für alle Patienten schlimmste Teil des Anfalls, wobei die pulsierenden Schmerzen meist mit Übelkeit und erhöhter Sensibilität gegenüber Sinneseindrücken einhergehen. Dieser Abschnitt endet nach einigen Stunden (unbehandelt bis zu mehreren Tagen) mit der Schafphase, in der die Beschwerden abklingen.



Funktions- und Wirkweisen im Körper eines Migräne-Patienten

Die Theorien über die Krankheitsabläufe, die sich im Innern des Körpers beim einem Migräneanfall abspielen, sind teilweise kontrovers, eine recht eindeutige Sichtweise gibt es jedoch zum Neurotransmitter Serotonin. Diesem wird eine besondere Wirkung bei der Ausdehnung und Verengung von Blutgefäßen zugesprochen. Besonders die Erweiterung (Vasodilatation) der Arterien fördert offenbar die Entstehung eines Anfalls, dem wiederum gefäßverengende Wirkstoffe namens Triptane erfolgreich entgegenwirken. Die reaktiven Prozesse im neuronalen Netz und im Gehirn sind ebenfalls sehr komplex, ein Ungleichgewicht zwischen entzündungsfördernden Botenstoffen und Stickstoffmonoxid ist bei einer Migraene-Attacke zu beobachten. Das führt zu einer Reizung und sog. sterilen Entzündung. Damit wird eine Reizung des fünften Hirnnervs hervorgerufen, eine Gefäßausdehnung tritt ein. Teile der Hinrinde sind in diesem Zustand auch sehr schmerzsensibel.