Migräne - der Kopfschmerz quält

Migräne richtig behandeln

Bei der Behandlung von Migräne setzen die meisten Betroffenen auf Selbsthilfe und Eigenmedikation. Da sich die Krankheit typischerweise im Laufe der Zeit verschlimmert, wird der Griff nach frei erhältlichen Schmerzmitteln immer wirkungsloser, da diese nur für den Einsatz bei leichter Migräne geeignet sind. Daher ist das Treffen einer passenden, individuellen und wirksamen Migränestrategie mit dem richtigen therapeuthischen Ansatz der aus medizinischer Sicht einzige wirklich erfolgversprechende, langfristige Weg zum erträglichen Leben mit den Anfällen. Dazu ist zunächst das Führen eines sogenannten "Migräne-Tagebuchs" unerlässlich. Der Patient zeichnet dort kontinuerlich und regelmäßig seine Beschwerden auf, d.h. Stärke, Art und Dauer der Kopfschmerzen sowie der Begleitsymptome, auslösende Faktoren und Behandlungsarten und Mittel, also Schmerztabletten, Zäpfchen oder Tropfen mit ihrer Wirksamkeit. Daran kann der Arzt erkennen, welche Auslöser (Trigger), die sehr individuell sein können, für einen Anfall verantwortlich sind und auf Basis der gesamten Daten dann die richtige Therapie maßschneidern.



Behandlungs- und Therapieformen der Krankheit

Schwerpunktmäßig liegt die Akutbehandlung einer Migräne auf der Linderung der Symptome mittels medikamentöser Wirkstoffe. Daneben ist aber besonders in den beschwerdefreien Phasen auf vorbeugende Maßnahmen zu achten, um ggf. einen Anfall komplett vermeiden zu können. Beispielsweise ist die Akupunktur ein überaus erfolgreiches Instrument zur Schmerzbehandlung. Homöopathische Mittel haben den Vorteil, besonders nebenwirkungsarm zu sein, die Wirksamkeit ist jedoch umstritten. Auch umstritten ist die Rolle, die der Ernährung als Migräneauslöser oder -begünstiger zukommt. Dabei weniger die Tatsache, dass die Nahrungsmittel als Trigger in Frage kommen, als vielmehr die Höhe des Beeinflussungsgrads. Auch gibt es bestimmte Migräne-Operationen, die Frequenz und Intensität von Anfällen reduzieren können. Psychologische Schmerztherapien können auch ihren Beitrag zum richtigen Umgang mit der Krankheit und damit einer besseren Lebensqualität für die Betroffenen sein.