Migräne - der Kopfschmerz quält

Hilft Akupunktur bzw. TCM gegen Migräne?

Fernöstliche Heilmethoden wie Akupunktur oder die Traditionelle Chinesische Medizin TCM allgemein stehen gemeinhin in dem Ruf, schonend und effektiv Schmerzen zu lindern, gerade als Ergänzung zu einer schulmedizinischen Behandlung. Bei der Migräne, eine der Hauptindikationen für den Einsatz der Nadeln, wie auch bei zahlreichen anderen Krankheitsbildern wehren sich zum Leidwesen der Patienten immer noch die Krankenkassen gegen die Kostenübernahme einer Akupunkturbehandlung. In der Regel argumentieren sie mit nicht ausreichend gesicherten Erkenntnissen und belegbaren Erfolgsaussichten dieser uralten Therapie. Zumindest versprechen sie sich keine Vorteile im Vergleich zur Standardbehandlung. Dennoch ist der Einsatz der Akupunktur gerade bei Migränebeschwerden und Kopfschmerzen überaus erfolgversprechend, wie man aus verschiedenen, groß angelegten Studien und Patientenberichten weiß. So sind in klinischen Tests Verbesserungen bei bis zu 90% der Patienten beobachtet worden. Zu welchem Teil diese Resultate auf das Konto eines Placeboeffekts gehen oder auf den psychologischen Faktor der intensiven Betreuung ist fraglich, zumal auch beobachtet wurde, dass sie Resultate beim nicht korrekten Positionieren der Nadeln (sog. Sham-Akupunktur) nahezu identisch waren.

Wie und wann wirkt die Akupunktur?

Die Akupunktur funktioniert grundsätzlich durch das Erwärmen von Akupunkturpunkten und das anschließende Einstechen von dünnen Nadeln in diese. Alle Punkte befinden sich nach der TCM auf den Meridianen, also den Hauptkanälen, in denen das Qi, die Lebensenergie, fließt. Durch das Aktivieren dieser Punkte , wie es die Akupunktur und auch die Akupressur macht, soll der Fluß des Qi günstig beeinflusst werden. Häufig werden die Nadeln im Bereich der Ohren (Ohrakupunktur), des Schädels und den Händen gesetzt. Die Meridiane finden an diesen Körperstellen eine umfassende Abbildung.