Migräne - der Kopfschmerz quält

Migräne mit Aura - Sehstörungen vor dem Kopfschmerz

Die sogenannte Aura sehen etwa 10 bis 15% aller Migränepatienten. Sie äußert sich in Form einer Wahrnehmungsstörung, meist Sehstörungen, die der eigentlichen Kopfschmerzphase vorausgeht und bis zu einer halben Stunde andauert. Gelegentlich treten auch Taubheitsgefühle oder Kribbeln im Bereich der Extremitäten, jedoch nur auf einer Körperseite, auf und breiten sich oft zum Gesicht hin aus. Die neurologisch bedingten Fehlfunktionen im Bereich der Augen verursachen Flimmersehen, ein verzerrtes, mit dunklen Flecken versehenes Gesichtsfeld oder Lichtblitze oder-zucken. Kennzeichnend ist die konstant steigende und dann nach einem Höhepunkt wieder abfallende Intensität der Symptome im Laufe eines Anfalls. Nach etwa einer Stunde sind bei einer typischen Migräne mit Aura die Anzeichen dann komplett wieder verschwunden. Es treten aber auch Auren auf, deren Merkmale erst nach mehreren Tagen abklingen. Bemerkenswert ist auch, dass nicht auf jede Aura Kopfschmerzen folgen.



Mit Magnetfeld gegen die Migräne-Aura

Die Migräne und auch die Aura sind nach aktuellem medizinischen Wissensstand die Folge einer Überempfindlichkeit der Nervenzellen auf elektrische Signale. Neurologen in den USA haben auf Grundlage dieser Erkenntnisse ein Gerät entwickelt, das am Kopf des Patienten für kurze Zeit ein Magnetfeld erzeugt und die Nerven so einen starken aber schmerzfreien Stromstoß abbekommen. In ersten Tests haben mehr als zwei Drittel der Probanden von deutlich gelinderten Symptomen berichtet. Bislang wurden zahlreiche Studien der Transkraniellen Magnetstimulation (TMS) Therapie durchgeführt, die Ergebnisse sind äußerst vielversprechend, weshalb mit einer schnellen Marktreife und Zualssung des tragbaren Gerätes gerechnet wird. Leider ist darüber hinaus noch kein Mittel bekannt, das akut gegen Aura und ihre Symptome wirken könnte. Prophylaktisch wird der Substanz Lamotrigin, das gegen Epilepsie entwickelt wurde, Wirkung gegen die Aura bescheinigt.