Migräne - der Kopfschmerz quält

Migräne und Schwangerschaft

Von der Migräne sind drei mal so viele Frauen wie Männer betroffen. Auch einzelne Symptome wie Schwindel sind bei Frauen stärker ausgeprägt, was durch die hormonellen Einflußfaktoren bedingt ist. In einer Schwangerschaft verändern sich Physis und Psyche hormonbedingt, was positiven Einfluß auf die Migräneanfälle hat. Üblicherweise reduzieren sie sich bei 3/4 aller Frauen deutlich oder verschwinden völlig. Die Linderung der Migränebeschwerden ist besonders ab der 14. Schwangerschaftswoche zu beobachten. Allerdings hält diese Besserung nur für die Zeit der ersten Schwangerschaft an, nach der Entbindung und auch bei nachfolgenden Schwangerschaften treten sie erneut und oft intensiver auf. Unglücklicherweise tritt die Migräne auch gerne nach einer Geburt zum ersten Mal auf. Mediziner vermuten die Ursache in der postnatalen Hormonumstellung. Für das ungeborere Kind ist die Migräne selbst nicht gefährlich, dennoch ist eine besondere Behandlung der Symptome in einer Schwangerschaft erforderlich.



Besondere Behandlung der Migräne in der Schwangerschaft

Um das empfindliche ungeborene Kind nicht unnötig zu belasten, ist die Einnahme von Schmerzmitteln und anderen Medikamenten nach Möglichkeit vollständig oder zumindest weitestgehend zu vermeiden. Gerade im ersten Schwangerschaftsdrittel ist die Entwicklung des Fötus leicht beeinfluss- und störbar, weshalb man hier unbedingt auf schonende Migränebehandlung wie Akupunktur oder Biofeedback-Verfahren zurückgreifen sollte. Zur Akutbehandlung in dieser Phase also eher nach Hausmitteln greifen und die Arznei im Schrank lassen. Das gilt zwar auch über den gesamten Schwangerschaftsverlauf, jedoch kann man bei sehr schweren Anfällen z.B. auf die Einnahme von Paracetamol zurückgreifen. Generell gilt natürlich dem Kind der maximale Schutz vor schädigenden äußeren Einflüssen, jedoch ist dem Wohl der werdenden Mutter ebenfalls Rücksichtnahme geschuldet. Besteht also z.B. bei einer Migräneattacke die Gefahr der intensiven Entwässerung und damit Austrocknung durch ständiges Erbrechen, kann die Medikamenteneinnahme gerechtfertigt sein.