Migräne - der Kopfschmerz quält

Ursachen für Migräne - woher kommt der Kopfschmerz?

Die Empirie der medizinischen Migräneforschung und -behandlung reicht bis in vorchristliche Jahrhunderte zurück. Und doch überraschen vor allem in jüngster Vergangenheit die Ergebnisse, mit der die Wissenschaft bei den Migräneursachen aufwartet. Es gilt sein langem als gesichert, dass die Migräne stark mit gegetischen Faktoren zusammenhängt. Daraus leitet sich auch die für Betroffene ernüchternde Feststellung ab, dass Migräne nicht heilbar ist, es lassen sich aber die Symptome sehr gut und erfolgreich in den Griff bekommen, dass je nach Grad der Schwere ein weitgehend beschwerdefreies Leben möglich ist. Daneben sind für die Entstehung der Krankheit auch organische Abläufe im zentralen Nervensystem des Körpers verantwortlich. Migräne  während der Schwangerschaft ist aufgrund der Veränderung der Körperprozesse in dieser Phase weit verbreitet. Eine Überempfindlichkeit gegenüber elektrischen Impulsen haben Mediziner erst in den letzten Jahren als eine Hauptursache für Migräne bestätigt. Ein unkontrolliertes Neurotransmitter-Gefüge begleitet die Reizbarkeit der Hirnrinde. Entzündungen entstehen, die dann für die Migräneschmerzen sorgen. Auf diese Erkenntnis gründen sich auch neue Therapieansätze wie die transkranielle Magnetstimulation, bei der das Gehirn durch einen kurzen Stromstoß die elektrophysiologischen Reize besser verarbeiten kann.



Trigger als Auslöser für einen Migräneanfall

Damit das biochemische Durcheinander im Kopf die Schmerzen auslösen kann, bedarf es in der Regel bestimmten auslösenden Faktoren, die sog. Trigger. Sie sind aber nicht unbedingt notwendig, auch "aus heiterem Himmel" können Migräneattacken auftreten. Zudem sind diese Reizsignale individuell unterschiedlich, was eine Diagnose beim Arzt umso wichtiger macht. Dennoch sind bestimmte Auslöser typisch und charakteristisch für den Ausbruch. Dazu zählen vor allem hormonelle Schwankungen (Schwangerschaft), die als Hauptauslöser gelten und anzeigen, warum Frauen häufiger von Anfällen gepeinigt werden. Außerdem alle Arten von psychischem und physischem Stress, dem gerade junge Menschen Migräne bei Kindern häufig nicht gewachsen sind und mit Kinder-Migräne reagieren, Überreizung bzw. Überanstrengung der Sinneswahrnehmung wie Regenfahrten im Auto bei Nacht, hoher Schalldruck oder starkes Sonnenlicht. Auch individuell unterschiedliche Reizbarkeit durch Nahrungsbestandteile oder Konsumgifte wie Koffein oder Alkohol kommen vor und sollten im Zweifel gemieden werden.