Migräne - der Kopfschmerz quält

Migräne - nicht nur starke Kopfschmerzen

Der pochende, in Schüben auftretende Kopfschmerz der Migräne ist in der Regel auf eine Gehirnhälfte beschränkt. Daher auch der Name der Nervenerkrankung, der aus dem Griechischen abgeleitet übersetzt "halber Schädel" bedeutet. Schätzungsweise 10% der Bevölkerung, davon deutlich mehr Frauen als Männer, leidet unter dem "Kopfgewitter", wie die Migräne häufig auch genannt wird. Doch sie geht eben weit über reine Kopfschmerzsymptome hinaus, setzt die Migräniker regelmäßig komplett außer Gefecht, teilweise über mehrere Tage. Erstaunlich trotz dieser Tatsache ist, dass in etwa die Hälfte aller Migränegeplagten ihr Leiden nicht beim Arzt vortragen und die mittlerweile sehr wirksamen Therapien und Medikationen nutzen wollen. Die Tatsache, dass das Krankheitsbild mittlerweile sehr gut diagnostizierbar und behandelbar geworden ist, ist in der Allgemeinheit noch wenig bekannt. Nach aktuellem Wissensstand hinterlässt die Migräne keine Folgeschäden, was für die Betroffenen wiederum beruhigend sein dürfte. Jedoch führt der Weg der Selbstdiagnose und Selbstmedikation leicht zu unkontrollierter Einnahme von Schmerzmitteln, bis hin zur Abhängigkeit. Daher ist das Gespräch mit einem Neurologen oder Facharzt sehr zu empfehlen, das sich die Krankheit und die damit verbundene gravierende Einschränkung der Lebensqualität sehr gut reduzieren und eindämmen lässt. Auch das Heranziehen alternativer Heilansätze kann überraschende Linderung bringen. Gerade die Migräne kann mit ayurvedischen Therapien erfolgreich behandelt werden.



Kopfschmerz- und Migräneformen

Es gibt mehr als zweihundert verschiedene Arten von Kopfschmerzen, die alle innerhalb eines Ordnungssystems von der internationalen Kopfschmerzgesellschaft <acron title="International Headache Society">IHS</acron> festgelegt sind. Dabei werden primäre Schmerzen als solche bezeichnet, die die Erkrankung selbst darstellen und von denen unterschieden, die als Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung auftreten, wie z.B. einer Infektion. Migräne gehört ebenso wie der Spannungskopfschmerz zu der primären Gruppe. Die übliche Migräneerkrankung stellt in ihrer Form ohne die Auraphase, in der außerdem eine höhere Empfindlichkeit bei Sehen, Hören und Riechen auftreten, den meistverbreiteten Migränetyp dar, auf den etwa 90% der Anfälle entfallen. Dabei tritt ein pulsierender Schmerz in einer Kopfhälfte, oft begleitet von Schwindel und Übelkeit, über eine Dauer von 4 bis 72 Stunden auf. Zusätzlich verschlechtert wird der Zustand durch körperliche Aktivität. Um die Symptome besser verkraften zu können, begeben sich viele nach Möglichkeit in einen ruhigen, abgedunkelten Raum und versuchen, im Liegen zu verharren, keine unnötigen Bewegungen zu machen, und abzuwarten, bis der erhoffte Schlaf und seine heilende Wirkung eintritt. Die Migräne mit Aura erlebt wiederum nur jeder zehnte Patient. Die Auraphase ist gekennzeichnet durch neurologisch bedingte Wahrnehmungsstörungen beim Sehen, ebenso vereinzelt halbseitige Gefühlsstörungen im Gesicht und am Arm bis hin zu motorischen Aussetzern und Lähmungserscheinungen. Sie geht dem Eintreten der Kopfschmerzen voraus und dauert bis zu einer halben Stunde an. Verschiedene weitere Migränetypen wurden bislang klinisch beobachtet und nachgewiesen, bei Ihnen treten die typischen Symptome in unterschiedlichen Kombinationen und Intensitäten auf.